Die Katholische Landwirtschafts- und Land Jugend Bewegung (CARYM) wurde offiziell im Juli 2002 in zwei Diözesen (Muranga und Eldoret) gegründet, später im November des gleichen Jahres in der dritten Diözese Machakos.
Unsere Diözese ist Eldoret, die in 36 Kirchengemeinden aufgeteilt ist. CARYM startete in Eldoret nach einem siebentätigen Gründungs-Workshop, der vom Weltbüro der MIJARC begleitet wurde. 40 Mitglieder wurden vom Haus-Kaplan der MIJARC, aus Brüssel / Belgien, registriert.
Unser Hauptziel ist es, alle Jugendlichen, die in ländlichen Gebieten leben, zusammenzubringen, um so die gemeinsamen Interessen, Ideen und Probleme miteinander zu teilen, darauf abgezielt, eine nachhaltige Entwicklung zu bewirken. Die ersten Mitglieder der CARYM schlugen sofort einen Aktionsplan vor. Sie sahen die Notwendigkeit, kleine Gründungsseminare in den Pfarrgemeinden zu organisieren, um die CARYM allen Jugendlichen in der Diözese vorzustellen. Obwohl wir keine Gelder hatten, gelang es uns, Seminare zu organisieren, in denen wir die Jugendlichen ermutigten, sich der Bewegung anzuschließen und in ihren Dörfern Jugendgruppen zu bilden. Einige haben positiv darauf reagiert.
Der zweite Schritt war, den Anstoß zu Projekten zu geben, die Geld einbringen, darauf abgezielt, die Mitglieder auf sich selbst zu stellen. Kenia wird in hohem Maße mit Korruption, Arbeitslosigkeit, Armut und anderen Problemen konfrontiert. Wir sind deshalb darum bemüht, diese Probleme zu reduzieren und sind Fürsprecher für eine nachhaltige Entwicklung.
Geführt von unserer Methodik „Sehen, Beurteilen und Handeln“, versuchen die Mitglieder, ihre gemeinsamen Probleme und Bedürfnisse in der Gesellschaft zu identifizieren, dann die Ursache festzustellen, warum diese Probleme existieren, und schließlich versuchen, die möglichen Lösungen zu finden. Wir vertrauen nicht länger den Kenianischen Politikern und der Regierung aufgrund der Korruption in diesem Land. Korruption und armselige politische Führung führen dazu, die Armut besonders in den ländlichen Regionen noch wachsen zu lassen, was dann umgekehrt dazu führt, dass die jungen Leute in die städtischen Zentren abwandern, in der Hoffnung, dort einen Job und bessere Lebensbedingungen vorzufinden. Deshalb wiederum ist die Entwicklung der ländlichen Gebiete sehr arm. CARYM setzt sich deshalb dafür ein, für diese Probleme Lösungen zu finden. Einige Vorhaben konnten bislang verwirklich werden: Wir begannen mit 40 Mitgliedern, die Anzahl der Mitglieder ist bislang auf 200 gestiegen und viele Andere streben danach, sich ebenfalls der CARYM anzuschließen. Viele andere Jugendgruppen möchten, dass wir für sie Seminare organisieren. Wir hoffen, ihre Erwartungen zu erfüllen, wenn Gelder zur Verfügung stehen werden. Für ein Diözesan-Projekt haben wir eine Weizenfarm gepachtet. In verschiedenen Dörfern entstehen nun CARYM-Gruppen mit eindrucksvollen Plänen, was auch gut läuft. Deshalb brauchen wir dringend ein Koordinierungsbüro auf Diözesanebene, um eine reibungslose Koordination der Gruppen und ihrer Aktivitäten zu vereinfachen.